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COSMO-LOGIC
with
Cristian Andersen, Karsten Konrad, Michael Kunze, Dennis Rudolph, Caro
Suerkemper, Alex Tennigkeit
Eröffnung: Freitag, 29. Oktober 2005, 19- 22 Uhr
Ausstellungsdauer: 28. Oktober bis 3. Dezember 2005

Die Gruppenausstellung "Cosmo Logic" versammelt sechs ausgewählte Künstlerpositionen,
um die aktuelle Tendenz der Verschränkung individueller und tradierter
Weltordnungen im aktuellen künstlerischen Schaffen zu beschreiben.
Cristian Andersen (*1976/ DK) kreiert in seinen großformatige Papierarbeiten
ein Labyrinth traumatischer Landschaftsassemblagen bestehend aus filigran
gezeichneten Baumgruppen und Steinformationen bebaut mit absurden Konstruktionen
hölzerner Balkengerüste, die vom feinen Geäst der Trauerweide oder dem
nebulösen Staub gesprayter Schatten verhangen sind. Das dazu arrangierte
Objekt zeigt einen in gläserne Prismen zerlegten Schädel liegend auf einem
biedermeierartigen gedrechselten Tischchen.
Karsten Konrad (*1962/ D) kommt von der Freien Plastik mit einer besonderen
Affinität zur Architektur. In seinen hermetisch kubenartigen Objekten und
mehrteilig installativen Land-schaften sowie seinen direkten Eingriffen in eine
Lokalität lotet er die Grenzen zwischen Raum und Skulptur aus. Die Ausstellung
zeigt neueste Arbeiten Konrads, die stärker das Os-zillieren zwischen Zwei- und
Dreidimensionalität provozieren. Prägnant ist Konrads konstruk-tiv und
collageartige Verwendung von Fundstücken verschiedenster
Einrichtungsgegenstän-de, die mit Aufklebern, Absplitterungen und farbigen
Lackierungen von ihrer individuellen Hi-storie erzählen. "Formal
scheinen seine Arbeiten der minimalistische Skulptur nahe." (A.C.Gebbers)
Stephan Berg vergleicht die Malerei von Michael Kunze (*1961/ D) mit dem die Zeit
des 15.- 19.Jhs prägenden künstlerischen Diskurs der mimetischen Strategie als
subversive Darstel-lung der Realität und deren Fokus auf ein doppelte Bildfunktion:
"Der Emanzipierung des künstlerischen Vorgehens zur individuellen, selbstverfügten
Setzung, und gleichzeitig der Erhöhung der banalen Faktizität des gegebenen
Wirklichen zum umfassend geordneten Sinnhorizont." In der Ausstellung zeigt
Kunze eine seiner typischen scheinbar hermetischen konstruierten und von
surrealen Szenerien bevölkerten Landschaften mit Architektur.
Dennis Rudolph (*1979/ D) hat sich dem geistig- transzendentalen Medium der
Zeichnung und Druckgraphik verschrieben, welches er in einer auffallend
naturalistischen Manier vor-führt und an kunsthistorische Vorläufer des
Mittelalters ebenso denken läßt wie an aktuelle Beispiele des Comic und
Sciencefiction. Um den Charakter eines musealen Kabinetts zu assoziieren
arrangiert der Künstler seine Arbeiten in von Patina überzogenen Rahmen und
inform von Gruppen einer scheinbar logischen Genealogie folgend. Dennis Rudolph
arbeitet in seinen Werkgruppen stets an einer Hinterfragung des Mediums Bild als
einer Instanz öffentlicher Repräsentation, Akklamation und Kritik, respektive
ana-lysiert er dessen Formen der rhetorischen, symbolischen, literarischen,
technischen wie historischen Verwendung.
Caro Suerkemper (*1965/ D) schöpft ihre Bildideen aus ihren emotionalen Assoziationen,
die sie auf der Grundlage von Vorlagen aus neuen und alten Zeitungen, Magazinen,
Schul-fibeln, kuklturhistorischen Büchern, Kinder- und Märchenbüchern schöpft. Ihr
Hauptmotiv sind Frauen und Mädchen, die sie auf ihre geschlechtliche Konnotation
hin untersucht, in-dem sie sie in verschiedenste Rollenspiele verwickelt als Braut,
Bondage, Catcherin, verfüh-rerisch im Mieder oder kartoffelschälend. Das kleine
Format der Gouache "transportier(t) besser als jedes große Gemälde die geistige
und emotionale Tiefe, die Caro Suerkemper sucht." (Karin Schick)
Auch Alex Tennigkeit (*1976) baut in die Galerie eine aus Kalksandsteinen
konstruierte Hütte ein, die den Charakter einer Wegesrandkapelle oder Eremitenklause
assoziiert. Diese birgt ein wappenartiges Holzrelief, das die fetischartig
aufgeladenen Motive langer Frauen-beine und einer Automotorhaube kombiniert
mit einem romantisierenden Singvogel zitiert. In einer installativen Hängung
von Gouachen visualisiert die Künstlerin ihre persönliche Ikonographie
rätselhafter
Zeichencodes und collagiert in Frottagetechnik Bild- und Textfragmente
zu komplexen Zusammenhängen. "Subjektiv und assoziativ reflektiert sie
den Umgang ihrer Generation mit Themen wie Liebe, Tod, Spiritualität, Natur,
Gewalt, Macht und Identität." (Nina Mücke)

Cristian Andersen

Cristian Andersen

Karsten Konrad

Karsten Konrad

Michael Kunze

Dennis Rudolph

Caro Suerkemper

Alex Tennigkeit




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